Die Pyramiden von Gizeh: Gräber der Götter

Sie gehören zu den geheimnisvollsten Bauwerken der Erde und sind das einzige Zeugnis der sieben Weltwunder der Antike was die Zeiten überdauert hat – die Pyramiden von Gizeh.

Wer die Stadt Gizeh in südwestlicher Richtung verlässt, der kann die großen Pyramiden schon von weitem in der Wüste sehen. Wann sie tatsächlich entstanden sind, ist bis heute nicht einwandfrei belegt. Nach Meinung führender Ägyptologen wurden die ersten Pyramiden bereits 2640 Jahre vor unserer Zeitrechnung gebaut. Einige der einstigen monumentalen Grabmäler der Pharaonen sind im Laufe der Jahrhunderte zu Staub zerfallen, aber einige sind noch heute zu besichtigen und vermitteln einen einzigartigen Eindruck einer längst vergangenen Hochkultur.

Die große Pyramide

Die größte der drei weltbekannten Pyramiden ist die Cheops Pyramide. 30 Jahre lang haben über 100.000 Menschen an diesem Grabmal für den Pharao Cheops gearbeitet. Die Cheops Pyramide besteht aus drei Millionen Steinblöcken, von denen jeder unvorstellbare 2,5 Tonnen wiegt. Die Pyramide die auch der Thron der Sonne genannt wird, ist 146,6 m hoch und 230,3 m lang. In ihrem Inneren entdeckten Archäologen neben einem großen verwirrenden Labyrinth aus Gängen auch eine große Galerie, die eine Länge von 47 m und eine Höhe von 8,5 m hat. Teile der Pyramide die zu den perfektesten Bauwerken der Welt gehört, können noch heute besichtigt werden.

Die mittlere Pyramide

Neben der sagenumwobenen Sphinx steht die mittlere der drei berühmten Pyramiden. Sie war das Grabmal des Pharao Chephren. Er war der älteste Sohn von Cheops und sein Nachfolger auf dem Pharaonenthron. Die Chephren Pyramide wirkt deutlich größer als die Cheops Pyramide, ist aber in Wirklichkeit kleiner. Die imposante Pyramide misst 143,5 m in der Höhe und 215,3 m in der Länge. Sie wirkt größer, weil sie auf einem zehn Meter hohen Plateau gebaut wurde. Das Besondere an dieser Pyramide ist der 400 m lange Aufweg der mit wunderschönen Reliefs verziert wurde. An der nördlichen Seite der Chephren Pyramide befinden sich zwei Eingänge. Als Ägyptologen die Pyramide im letzten Jahrhundert geöffnet haben, zeigte sich dass der Innenraum bereits von Grabräubern besucht worden war, denn weder die kostbaren Grabbeigaben noch die Mumie des Pharaos Chephren wurden je gefunden.

Die kleine Pyramide

Die kleinste der drei Pyramiden von Gizeh ist schließlich die Pyramide des Pharao Mykerinos, der ein Sohn des Chephren war. Sie misst 62 m in der Höhe und 108 m ist jede der vier Seiten lang. Der Neigungswinkel ist auch bei der kleinen Pyramide der gleiche wie bei den beiden anderen, er misst exakt 51° Grad. Bei dieser Pyramide ist besonders das Innere sehr interessant. Hier kann man genau sehen wie der Leichnam und die Grabbeigaben vor eventuellen Grabräubern geschützt werden sollten. Es gibt eine große Anzahl von verborgenen Grabkammern und auch so genannten Scheinkammern, die Räuber verwirren sollten.

Über den Autor
Luca ist seit 5 Jahren auf Weltreise. Die meiste Zeit verbrachte er dabei bisher in Australien und Asien.

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