Nicht nur Rom hat einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten, auch die süditalienische Stadt Neapel hat eine Sehenswürdigkeit, die man auf keinen Fall während eines Italienurlaubs verpassen sollte. Und das ist die antike Stadt Pompeji.
Die antike Stadt Pompeji liegt in der Region Kampanien nahe Neapel und gilt als eines der wichtigsten historischen Zeugnisse der europäischen Geschichte. Pompeji wurde im Jahre 79 nach Christus durch einen gewaltigen Ausbruch des Vulkans Vesuv völlig zerstört, mit Unmengen von Asche überschüttet und so perfekt konserviert. Im Laufe der Jahrhunderte dachte niemand mehr an die verschwundene Stadt Pompeji, bis im 18. Jahrhundert Archäologen durch Ausgrabungen die Stadt wieder ins Leben erweckten. Im Jahre 1998 erklärte die UNESCO die Ausgrabungsstätte von Pompeji zum Weltkulturerbe der Menschheit.
Die Bewohner der Stadt Pompeji lebten ursprünglich um 1000 vor unserer Zeitrechnung in einer kleineren Ortschaft, die sich Nola nannte. Gegen Ende des 7. Jahrhunderts siedelten sie an die Flussmündung des Sarno und erbauten an dieser Stelle die Stadt Pompeji, die von Griechen, Etruskern und Römern besiedelt wurde. Im Jahre 89 vor Christus eroberten römische Truppen unter dem Feldherren Lucius Cornelius Sulla Felix die Stadt und gründeten dort die römische Kolonie Colonia Veneria Cornelia Pompeianorum. Im Jahre 79 nach Christus kam es zu der Katastrophe und das einst so reiche und mächtige Pompeji wurde unter einem Regen aus Asche und Lava vollkommen verschüttet. Alle Stücke die die Archäologen in der gut erhaltene Stadt unter der Vulkanasche gefunden haben, gelten als der interessanteste archäologische Fund der letzen Jahrhunderte. Durch die Ausgrabungen in Pompeji konnten Wissenschaftler wichtige Erkenntnisse über die frühzeitliche römische Kultur gewinnen. Aber nicht nur Gebäude und Tonkrüge sind durch den Ascheregen konserviert worden, auch Menschen wurden durch die Unmengen von heißer Asche und Lava innerhalb von nur wenigen Sekunden verschüttet und blieben für die Nachwelt als einmalige historische Zeugnisse dieser Naturkatastrophe erhalten.
Die wieder ausgegrabene antike Stadt Pompeji ist voll mit Sehenswürdigkeiten, die man heute besichtigen kann. Im Herzen der Altstadt von Pompeji befand sich einst das sogenannte Forum, was viele der größeren Gebäude miteinander verband. In vorchristlicher Zeit befand sich an dieser Stelle der Marktplatz von Pompeji. Später verlegte man den Marktplatz und es entstand im Nordosten der Stadt das Macellum, eine Art Ladenstraße und im Nordwesten auch eine Markthalle. Das Forum wurde als Versammlungsort genutzt. Im Macellum war auch die Kultstätte, die dem Gott Merkur geweiht war, denn Merkur galt als der Schutzgott der Händler und Kaufleute. Das Macellum war in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt, in denen Lebensmittel, Kleider und Gemüse aber auch Fisch und Fleisch verkauft wurde. In der sogenannten Mysterienvilla befinden sich die am besten erhaltenen Wandmalereien von Pompeji. Kunstwerke der römischen Antike zeigen hier vor allen Szenen aus der griechischen Mythologie. Bis heute konnte noch nicht genau geklärt werden was die Szenen auf den Fresken darstellen sollen. Das Gebäude selbst wurde wahrscheinlich um 200 vor Christus gebaut.








