Die Niagara Fälle: Ein grenzüberschreitendes Naturschauspiel

Die Niagarafälle sind die wohl spektakulärsten Wasserfälle der Welt und ein einzigartiges Naturschauspiel. Die Wasserfälle sind der Abfluss des Niagara-Flusses an der natürlichen Grenze zwischen dem amerikanischen Bundesstaat New York und der kanadischen Provinz Ontario. Das Wort Niagara kommt aus der in der Sprache der Indianer und heißt übersetzt „donnerndes Wasser“.

Die Niagarafälle verbinden den Eriesee in den USA mit dem Ontariosee in Kanada und bilden gleichzeitig die östliche Begrenzung der Niagara-Halbinsel. Dabei werden die Wasserfälle durch die Ziegeninsel (Goat Island) in zwei Teile gespalten. Der amerikanische Teil der Niagara Fälle hat eine Kantenlänge von 363 m, der kanadische Teil eine von 792 m. Das Wasser der Fälle auf der amerikanischen Seite fällt nach 21 m auf eine Schutthalde die bei einem Felsabbruch 1954 entstand. Der kanadische Teil, das so genannte Hufeisen (Horseshoe), hat eine freie Fallhöhe von 52 m.

Die Niagara Fälle sind das Highlight jeder Amerikareise und sozusagen ein Pflichttermin. Ein Muss bei einem Besuch der Niagarafälle ist eine Fahrt mit der “Maid of the Mist”. Dabei fährt man mit dem Boot direkt an die kanadischen Wasserfälle und kann die Niagara Fälle aus nächster Nähe erleben. Aber Vorsicht, denn dies ist ein sehr feuchter bis nasser und vor allem auch ein sehr lauter Spaß. Gegen das Wasser bekommt man an Bord schützende Regenschutzcapes. Gegen den Lärm den das herabstürzende Wasser macht, kann man sich nur die Ohren zuhalten. Die Fahrt zu den Wasserfällen findet allerdings nur in den Sommermonaten statt. Wer in den Wintermonaten kommt der muss sich mit der Aussichtsplattform begnügen, von der aus die Niagara Fälle aber immer noch gigantisch sind, nur ist es nicht ganz so nass und nicht ganz so laut.

Wer mit einem Mietwagen unterwegs ist, der ist gut beraten den Wagen auf der amerikanischen Seite stehen lassen und sich zuerst sich die amerikanischen Fälle anzuschauen. Von dort aus ist es zu Fuß nicht weit und man kann über die Grenze nach Kanada laufen und sich dort die Niagarafälle von ihrer wesentlich schöneren Seite anschauen. Dieser Weg ist bequemer und besser wenn man an die Terror Panik in den USA denkt und man muss nicht einige Stunden an der Grenze zubringen. Nur mit Handgepäck dagegen kann man leicht, unkompliziert und vor allen Dingen sehr schnell die Grenze passieren. Am Abend bieten die Niagara Fälle ein besonderes Schauspiel, denn ab 19°° Uhr werden sie mit unterschiedlichen Farben angestrahlt, die im fünf Minuten Rhythmus wechseln.

Über den Autor
Luca ist seit 5 Jahren auf Weltreise. Die meiste Zeit verbrachte er dabei bisher in Australien und Asien.

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