Grand Canyon: Gigantisches Naturwunder

Kaum ein anderes Naturwunder auf dieser Welt ist beeindruckender und wirkt auf seine Betrachter in einer solchen Intensität wie der Grand Canyon in den Vereinigten Staaten von Amerika. Seine unglaubliche Größe relativiert sofort jedes bis dahin bekannte Gefühl für Dimensionen und nicht nur weil der Grand Canyon ungeahnte Einblicke in tiefe Canyons und Schluchten und damit auch einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der Erde offenbart. Viele der Schluchten werden von den kraftvollen Wassern des Colorado Rivers durchflossen der im Laufe von Jahrmillionen in den Fels des Colorado Plateaus geschliffen hat. An seinen Felswänden legte der Grand Canyon damit mehrere Millionen Jahre geologischer Geschichte für den Betrachter frei.

1979 nahm die UNECSO den Grand Canyon in die Reihe der Weltnaturdenkmäler auf.

Die Geschichte des Grand Canyon beginnt am Anfang des 20. Jahrhunderts. Um große Teile dieses einzigartigen Naturwunders zu schützen, richtete die damalige US-Regierung im Jahre 1908 zunächst nur ein nationales Monument ein, aus dem schließlich 1919 der heute bekannte Grand Canyon National Park hervorging. 1979 nahm die UNECSO den Grand Canyon schließlich in die Reihe der Weltnaturdenkmäler auf.

Der Grand Canyon National Park setzt sich aus dem so genannten North Rim und dem South Rim zusammen, wobei die meisten der Millionen Besucher des Grand Canyon den South Rim besuchen. Der South Rim ist deshalb für Touristen attraktiver weil er ganzjährig geöffnet ist, während der North Rim vom Wetter abhängig nur zwischen Mitte Mai bis Mitte Oktober zugänglich ist. Außerhalb dieses Zeitraums kann das Betreten des nördlichen Rims lebensgefährlich werden.

In südwestlicher Richtung des Grand Canyon National Parks grenzen die Reservate der Havasupai und die Hualapai Indianer an den Grand Canyon National Park an. Als die Indianer Reservate eingerichtet wurden, galt das alte Indianerland als völlig wertlos. Heute erleben die beiden Stämme allerdings eine wahre Flut an Touristen und können mittlerweile sehr gut davon leben.
Die Mitglieder der beiden Indianerstämme haben auch die Funktion der Parkranger, also der Parkwächter übernommen. Am besten ist es mit einem Führer eine Tour durch die Schluchten zu machen, denn allein kann das sehr gefährlich werden. Wer sich dieses einzigartige Naturschauspiel einmal von oben ansehen will, der kann entweder mit einem Hubschrauber über den Grand Canyon fliegen oder den Aussichtsturm „Desert View“ auf einem der Plateaus besuchen. Dazu ist allerdings zu sagen dass dieser Turm vollständig aus Glas besteht und auch einen gläsernen Boden hat. Wer nicht schwindelfrei ist oder Höhenangst hat, der sollte sich das nicht antun, denn man fühlt sich schon etwas mulmig beim Blick in den Abgrund des Canyon. Der Ausblick von dort aus über den Canyon ist es aber wert, denn nur so kann man die ungeheuren Ausmaße des Grand Canyon wahrnehmen.
Ebenfalls sehr schön ist eine Fahrt auf dem Desert View Drive. Auf der rund 26 Meilen langen Strecke bekommt man einige der spektakulärsten Einblicke in die Schluchten des Grand Canyon.

Über den Autor
Luca ist seit 5 Jahren auf Weltreise. Die meiste Zeit verbrachte er dabei bisher in Australien und Asien.
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